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Gemüsegarten

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Vielfalt im Gemüsegarten

Eigenes unvergleichlich frisches Gemüse, selbst gezogener zarter Salat, Tomaten, die sonnenwarm am besten schmecken und Kräuter, die schon beim Darüberstreichen ganze Duftschwaden losschicken – das sind die Wonnen des Nutzgartens. Auch hier hat die Vielfalt viel damit zu tun, dass all die wunderbaren Gartenfrüchte auch gesund sprießen. Das fängt schon bei der Sortenwahl an. Wählen Sie robuste Gemüse- und Obstsorten. Denn die sind wenig krankheitsanfällig und brauchen keinen Pflanzenschutz. Halten Sie auch immer wieder Ausschau nach lokalen Sorten. Sie sind meist optimal an den jeweiligen Standort angepasst und haben sich dort mit gesundem Wachstum und Ertrag bewährt. Zudem sind sie samenfest, sie bilden also wieder Samen, die Sie im nächsten Jahr wieder aussäen können. Es gibt zwar viele Vorteile, züchterisch weiterentwickeltes Saatgut zu verwenden, doch zur Förderung der Biodiversität gehört auch, mit der Vielfalt regionaler, altbewährter, gesunder und samenfester Gemüsesorten einen wichtigen Genpool zu erhalten.

Natürliche Gegenspieler anlocken

Leider wissen Blattläuse zarte Salatblätter und Blütenknospen genauso zu schätzen wie unsereins. Denen können Sie aber mit Blumen ein Schnippchen schlagen. Säen Sie zum Umrahmen Ihrer Gemüsebeete oder auch in Reihen dazwischen Ringelblumen, Astern, Cosmea, Dill, Fenchel und andere Kräuter oder einjährige Sommerblumen aus. Denn dann kommen dort gerne Schwebfliegen, Schlupfwespen und Florfliegen vorbei um Pollen und Nektar zu tanken. Gut, dass auch Blattläuse auf ihrem Speisezettel stehen. So vertilgt etwa jede Florfliege rund 450 Läuse. Je mehr es im Gemüsegarten blühen darf, desto größer ist die Insektenvielfalt und desto besser halten natürliche Gegenspieler die eher lästigen Gartenbesucher in Schach. Sorgen Sie auch dafür, dass sich Vögel in Ihrem Garten wohlfühlen. Denn die kümmern sich gerne um Schnecken und andere lästige Gemüsebesucher.

Im Boden lebt’s

Vielfalt spielt sich aber nicht nur auf dem Beet, sondern auch im Boden ab. Dort tun Regenwürmer, Asseln, Pilze und Bakterien wertvolle Dienste und zersetzen die organischen Substanzen. Das setzt Nährstoffe für die Pflanzen frei. Breiten Sie deshalb Erntereste und Schnittgut als Mulchmaterial auf die Beete auf, wo viele Nährstoffe gebraucht werden. Das fördert das Bodenleben, hält außerdem die Feuchtigkeit im Boden und sorgt für gleichmäßige Temperaturen. Alles, was sonst noch an organischem Material im Garten anfällt, kommt zerkleinert auf den Kompost und wird zu wertvollem Dünger. So schließt sich der Kreislauf im Garten.

Je vielfältiger der gesamte Garten ist, desto ausgewogener ist das biologische Gleichgewicht. Hecken, Bäume und ein großer Blütenreichtum im Umfeld des Gemüsegartens sorgen dafür, dass Sie gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, Schädlinge bekämpfen zu müssen.

Unser Vielfaltsmacher-Tipp:

Lassen Sie ruhig ein paar Kräuter blühen, auch wenn der beste Erntezeitpunkt vor der Blüte liegt. Minze, Borretsch, Liebstöckel oder auch Schnittlauch werden dann gerne von Bienen und ihren Verwandten besucht.
Hier finden Sie wertvolle Tipps für Einsteiger zum Download