Wir beraten und unterstützen Sie dabei, mehr Lebensräume für Pflanzen und Tiere im Garten zu schaffen. Stöbern Sie hier nach Gärtnerlust.

Vielfaltsmeisterschaft

Ihr habt entschieden!
Herzlichen Glückwunsch an den
OGV Sinzing zum 1. Platz,
den OGV Altenplos zum 2. Platz
und den OGV Tagmersheim-Blossenau zum 3. Platz! 

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Unser Video mit den 7 Vereinen, die im Finale standen (auf das Bild klicken):

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Der Schau- und Lehrgarten auf kleinem Raum
Obst- und Gartenbauverein Altenplos
Kreisverband Bayreuth, Oberfranken

Der Obst- und Gartenbauverein Altenplos hat eine Rasenfläche im Altenploser Dorfpark zu einem Schau- und Lehrgarten umgewandelt. Auf kleiner Fläche von 12,5 x 6 m naturnah gärtnern, das möchte der Verein dort zeigen. Deshalb hat das Team dort Säulen- und Spindelobstbäume gepflanzt und eine Naschstraße mit Beerensträuchern angelegt. In den selbstgebauten Hochbeeten wächst Gemüse, und damit auch die Kinder mitgärtnern können, haben diese Beete unterschiedliche Höhen.

Tomaten, Gurken und Paprika sollen regengeschützt heranwachsen, dafür hat der Verein ein Folienzelt aufgebaut. Für Blüten sorgen Stauden- und Kräuterbeete und die Rambler-Rosen am Eingang. Kompostbehälter und Regenwassertank sind natürlich auch dabei.

Unweit vom „Gärdla“ entfernt hat der Obst- und Gartenbauverein Altenplos eine Blühwiese mit einem Insektenhotel angelegt. Mit dem Bach nebenan und eine kleinen Sandfläche fühlen sich hier die Wildbienen wohl.

Der Schau- und Lehrgarten soll zum Treffpunkt für alle werden, die Freude an Garten und Natur haben und zeigen, dass auch auf kleiner Fläche „Gärtnern“ möglich ist. Künftig sollen Infoveranstaltungen zum praktischen Gärtnern, zur Verarbeitung der Ernte, sowie Baumschnitt- und Veredlungskurse dort stattfinden. Damit möchte der Verein Freude am Gärtnern und am Natur- und Artenschutz für Erwachsene und Kinder vermitteln.

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Der Naturschaugarten
Obst- und Gartenbauverein Bischofswiesen,
Kreisverband Berchtesgadener Land, Oberbayern

Der Obst- und Gartenbauverein Bischofswiesen hat seine Streuobstwiese am Ortsrand zu einem Naturschaugarten ausgeweitet. Was 2015 mit der Pflanzung von zehn Obstbäumen begonnen hat, wurde im Laufe der Jahre immer mehr. Ein Bienenhotel, ein Nasch- und Beerengarten und einige andere Lebensräume für Tiere und Pflanzen kamen Stück für Stück dazu. Doch 2021 sprudelten noch mehr Ideen für ein umfassendes, ökologisches und nachhaltiges Konzept: Die gesamte Fläche wurde zum Naturschaugarten.

Dafür hat der Verein mit natürlichen Baumaterialien aus der Umgebung viele verschiedene Stationen angelegt: Am Hang entstand ein insektenfreundlichen Kräutergarten mit heimischen Heilkräutern. Ein „Insektenspielplatz“ bietet verschiedene Habitatstrukturen aus Reisighaufen, Steinen, kleinen Wasserbecken und offenen Sandflächen an. Ein Schau-Kompost zeigt, wie aus Biomasse Gärtnergold wird, und liefert kindgerechten Erklärungen inklusive Lupen dazu. Und damit Insekten ein durchgehendes Futterangebot genießen können, hat der Verein 500 m2 Wildblumenwiese im Naturschaugarten angesät und eine angrenzende Fläche vom Straßenbegleitgrün in weitere 500 m2 Blühfläche umgewandelt.

Weil es dem Verein wichtig ist, möglichst viele Menschen in das Projekt mit einzubeziehen, hat er ein großes Netzwerk geschaffen. Dazu gehört auch die Grundschule und die Idee, dass jedes Bischofswiesener Schulkind mindestens einmal im Naturschaugarten gewesen sein soll. Deshalb kommen die Kinder der 2. Klasse jedes Jahr zur Apfelernte und zum Saft pressen. So ist der Naturschaugarten in Bischofswiesen in den letzten Jahren zu einem Treffpunkt für alle geworden, die naturnahes Gärtnern erleben und sich informieren wollen.

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Das „Fuschter InsektenGärtle“
Verein für Obst-, Gartenbau und Landschaftspflege Fuchsstadt
Kreisverband Bad Kissingen, Unterfranken

In der Ortsmitte von Fuchsstadt hat der Gartenbauverein mit dem „Fuschter InsektenGärtle“ einen Schau- und Lehrgarten angelegt. Aus einem ungenutzten, verwilderten Nutzgarten wollte der Verein einen insektenfreundlichen Garten machen und einen Ort schaffen, der auf kleinstem Raum eine große Bandbreite an Lebensräumen bietet.

Deshalb hat er 2021 damit begonnen, auf 340 m2 Gehölze und insektenfreundliche Stauden zu pflanzen, Flächen mit verschiedenen Saatgutmischungen anzusäen, eine Kräuterschnecke anzulegen und einen schattigen Sitzplatz unter einer Pergola zu bauen. Den bestehenden Obstbaumbestand haben die Vereinsmitglieder erhalten und mit Beerensträuchern ergänzt. Um der Tierwelt die passenden Wohnstrukturen zu bieten, entstand ein Sandarium, Nistkästen zogen ein und abgestorbene Obstbäume blieben wegen ihrer wertvollen Bruthöhlen stehen.

Mit dem kleinen Schau- und Lehrgarten möchte der Verein Kinder und Jugendliche an das Thema Natur heranführen. Barrierefrei angelegt lädt er als zentraler Treffpunkt Groß und Klein zum Beobachten der Insektenwelt ein oder bietet allen, die vorbeikommen, einen schattigen Sitzplatz in der Natur an.

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Das Walnuss-Streuobst-Projekt
Obst- und Gartenbauverein Sammenheim
Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken

Rund um Sammenheim stehen viele alte Walnussbäume in Gärten und auf landschaftsprägenden Streuobstwiesen. Lange Zeit blieben diese alten Walnussbäume unbeachtet. Bis der Obst- und Gartenbauverein Sammenheim damit begonnen hat, die Bäume als Schatz zu nutzen: für den Erhalt der Artenvielfalt und Biodiversität, als zukunftsfähige Streuobstbäume im Klimawandel und sogar als wirtschaftliche Perspektive für die strukturschwache Region.

Seit knapp 10 Jahren kümmert sich der Verein und die gesamte Dorfgemeinschaft um den Erhalt, die Pflege und die Neupflanzung der Walnussbäume. Die nicht verwerteten Walnüsse aus den Gärten und der Landschaft werden zu fairen Preisen aufgekauft, zu Walnuss-Produkten verarbeitet und vermarktet. Dafür hat der Verein mit mehreren Partnern die Genossenschaft „Manufaktur Gelbe Bürg“ gegründet. So ist es in den letzten Jahren nicht nur gelungen, die wertvollen Nussbäume zu erhalten, sondern auch eine Erwerbs- und Vermarktungsmöglichkeit daraus zu entwickeln.

2021 hat der Verein in der Dorfmitte das Nuss-Haus mit viel ehrenamtlicher Leistung gebaut. Dort kann jede und jeder die Nüsse aus dem eigenen Garten zu Öl pressen oder knacken lassen. Die Vereinsmitglieder haben ein Team „Nuss“ gegründet, das sich um den Betrieb, die Koordination und alle Abläufe rund um das Knacken und Verarbeiten der Walnüsse kümmert. Ein großer Nuss-Markt und viele Aktionen mit Kindergruppen und Erwachsenen sorgen dafür, dass die Nuss in aller Munde ist. Und dass die Menschen in Sammenheim stolz auf ihre Walnussbäume sind.

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Die Vielfalt in Küche und Schule
Obst- und Gartenbauverein Sinzing, Gemeinschaftsgarten
Kreisverband Regensburg, Oberpfalz

Auf einer Baulücke mitten in Sinzing haben mehrere junge Familien vor vier Jahren einen Gemeinschaftsgarten angelegt. Den bewirtschaften sie ökologisch und dabei richten sie ihr Augenmerk auf die genetische Vielfalt der Gemüsesorten, die sie anbauen. Deshalb wächst im Gemeinschaftsgarten eine große Vielfalt an Sorten aus aller Welt, die die Gartenfamilien zusammentragen. Weil viele dieser Sorten im freien Handel nicht mehr verfügbar sind, ernten sie nicht nur das Gemüse, sondern auch die Samen davon und tragen mit dieser privaten Erhaltungszüchtung dazu bei, die Sortenvielfalt von Erbsen, Mais, Bohnen und Kürbis zu erhalten.

Das alleine genügt den Sinzinger Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtnern aber nicht. Mit eigenen Kreuzungen selektieren sie besonders wertvolle Sorten, und probieren aus, welche davon gut schmecken und mit den Bedingungen im Sinzinger Garten gut zurechtkommen. Bei der Selektion helfen alle mit. In Online-Chatgruppen tauschen sie sich über den Geschmack einzelner Sorten aus und geben Tipps zu passenden Rezepten.

Die Familien im Gemeinschaftsgarten Sinzing ernten nicht nur vielfältiges Gemüse, sie säen auch Vielfalt und das Wissen darüber. Weil sich am klassischen Kreuzungsverfahren die Mendelsche Vererbungslehre ideal erklären lässt, gewinnen die Sinzinger Familien Saatgut für Unterrichtszwecke. Ihnen ist es ein Anliegen, die Faszination dafür mit echtem Pflanzenmaterial zu vermitteln. Dafür kreuzen sie verschiedene Erbsensorten mit besonderen Merkmalen. Die Samen, die daraus entstehen, geben sie kostenlos an Schulen und Bildungseinrichtungen für den Unterricht weiter.

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Alle Gärten der Gemeinde bilden ein Biotop der Artenvielfalt
Obst- und Gartenbauverein Tagmersheim – Blossenau
KV Donauwörth, Schwaben

Der Obst- und Gartenbauverein Tagmersheim – Blossenau sieht in der Gesamtheit der Gärten und Grünflächen ein Biotop, in dem die Artenvielfalt vereint ist. Weil jeder Garten einen Beitrag dazu leisten kann, hat der Verein 2021 ein Projekt auf die Beine gestellt, das aus vier Bausteinen besteht.

Baustein 1 bestand aus monatlichen Gartentipps im Mitteilungsblatt der Gemeinde, die zeigten, wie sich die Artenvielfalt mit wenig Aufwand im eigenen Garten steigern lässt. Baustein 2 bot Aktionen rund um das Projekt an. Dafür hat der Verein für die Gemeinde Nisthilfen für Wildbienen und Vögel gebaut, Obstbäume geschnitten, einen Apfeltag in der Grundschule gestartet, Blumenzwiebeln gepflanzt und Kinder mit Saatgut für Microgreens und zur Anzucht von Mais, Bohnen und Kürbis versorgt.

Baustein 3 war die Eröffnung des „Pfads der Artenvielfalt“, den der Obst- und Gartenbauverein mit vielen verschiedenen Stationen angelegt hat. Dort lädt er zum Entdecken von Stauden, Streuobst, einer Benjeshecke und vielen anderen Lebensräumen und zur Lösung kreativer Naturaufgaben ein. Damit die Gäste gut informiert sind, hat der Verein eine ausführliche Begleitbroschüre zum Pfad erstellt.

Für Baustein 4 haben sich die Mitglieder des Vereins auf den Weg von Haus zu Haus gemacht, um gemeinsam mit den Gartenbesitzerinnen und -besitzern herauszufinden, wieviel Vielfalt bereits in den Gärten steckt. Dafür haben sie eine 12-Punkte-Analyse und eine „Vielfaltsblume“ entwickelt. Viele Gartenbesitzer haben ihren Garten unter diesen Vielfalts-Kriterien unter die Lupe genommen und die Anregungen des Vereins umgesetzt. Als Ergebnis entstanden Collagen aus den Vielfaltsblumen der Gärten, die in einer Ausstellung zu bewundern waren.

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Das blühende Band am Bockerlbahn-Radweg
Gartenbauvereine Arnstorf, Aufhausen, Haunersdorf,
Landau, Reichersdorf-Wildthurn,
KV Dingolfing und Rottal-Inn, Niederbayern

Gemeinsam für Mensch und Natur, statt gegeneinander – das ist die Botschaft, die die fünf Gartenbauvereine aus Arnstorf, Aufhausen, Haunersdorf, Landau und Reichersdorf-Wildthurn vermitteln möchten. Deshalb haben sie sich über die Landkreisgrenzen hinweg als Vielfaltsmacher zusammengeschlossen, um entlang des „Bockerlbahn-Radwegs“ ein blühendes Band mit Obstbäumen und Blühstreifen anzulegen.

Jeder Verein hat sich eine Aktionsfläche entlang des Radwegs zwischen Landau und Arnstorf vorgenommen und mit einem blühenden Band ausgestattet. Das sollte nicht nur den Radweg aufwerten, sondern auch die Vielfältigkeit der Vereine zeigen. In verschiedenen Aktionen haben die Fünf sowohl lokale Obstbaumsorten als auch „Klimabäume“ gepflanzt, verbindende Blühstreifen angelegt, Totholz aufgeschichtet, Nisthilfen geschaffen und Sitzbänke aufgestellt. Besonders wichtig war ihnen die Pflanzung der „Schererbirne“, einer über 200 Jahre alten lokalen Most- und Kletzenbirne. Wie die genetische Untersuchung des Kompetenzzentrums Obstbau in Bavendorf bestätigt hat, kommt die bisher unbekannte Sorte nur in dieser Gegend vor. Deshalb dürfen sich jetzt gleich mehrere dieser Birnbäume inmitten der verschiedenen Vielfaltsstrukturen am Radweg zu schönen Landschaftsbäumen entwickeln.

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