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Gärtnern

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Lasst die Kugeln rollen – wir bauen Samenbomben

Vielfaltsgärtner haben einen Blick für Plätze, die ein bisschen mehr Grün und Blüten vertragen können. Deshalb ist es praktisch, immer ein paar Samenbomben zur Hand zu haben. Denn die sind gut gefüllt mit Blumensamen, die überall dort zu bunten Blüten werden, wo die Samen Erde und Feuchtigkeit zum Keimen haben. Deshalb sind Samenbomben wie kleine Speisekammern für Bienen, Hummeln, Fliegen, Schmetterlinge und viele andere Insekten, denn die brauchen die Blüten, die sich aus den Samen entwickeln, als Nahrungsquelle.

Warum brauchen wir mehr Blütenpflanzen?Weil es immer weniger blühende Flächen in der Stadt, im Dorf und in der Landschaft gibt, finden Insekten kaum mehr Futter. Deshalb hat ihre Zahl in den letzten Jahren stark abgenommen. Aber wir brauchen die fliegenden Freunde dringend. Ohne sie können viele Pflanzen nicht überleben. Auch würden unsere Teller leer bleiben. Denn die Insekten bestäuben unsere Obst- und Gemüsepflanzen und sorgen so dafür, dass wir die Früchte ernten können. Außerdem ernähren sich andere Tiere, z.B. Vögel, Igel, Fledermäuse und viele mehr von Insekten. Deshalb ist jede Fläche wertvoll, auf der Bienen, Schmetterlinge und Insekten bunte Blüten finden. Lasst also Blumen fliegen und freut Euch auf Besuch in Eurer Insekten-Speisekammer!

So baut Ihr Eure Samenbomben:

Ihr braucht:

  • 1 Teil Samen von heimischen Wildblumen, Bienen-, Schmetterlingswiesen- oder ähnlichen Mischungen
  • 3 Teile Erde
  • 2 Teile Kompost
  • 3 Teile Tonerde
    (alternativ: 3 Teile torffreie Blumenerde und 2 Teile Katzenstreu aus Ton
  • ACHTUNG: bei sehr lehmhaltiger Erde sind keine Zuschlagsstoffe nötig)
  • ca. 1 Teil Wasser
  • Eimer zum Anmischen
  • kleine Schaufel zum Abmessen und Durchmischenkleines Sieb (falls die Erde sehr grobe Teile enthält)
  • evtl. Schüssel oder kleinerer Eimer

Und los geht’s:

Vor dem Anmischen Erde und Kompost (bzw. Blumenerde) evtl. sieben.
Alle Materialien bis auf das Wasser gründlich in einem großen Eimer vermischen.
Nach und nach Wasser dazugeben, bis sich die Masse gut zu stabilen Kugeln formen lässt.
Wenn die Mischung zu flüssig ist, einfach etwas mehr Erde (oder Tonpulver/Streu) dazugeben.
Aus der Masse walnussgroße Kugeln formen.
2- 3 Tage trocknen lassen und bis zur Verwendung in Papiertüten oder Stoffsäckchen aufbewahren.

Fliegen lassen:

Die beste Zeit, die Samenbomben auszuwerfen ist der Frühling. Werft die Samenbomben dort aus, wo ein sonniger Platz für bunte Blumen ist. Also zum Beispiel in im Garten oder da, wo der Boden offen und unbewachsen ist. Wer keinen Garten hat, füllt einen Blumentopf mit Erde, lässt die Samenbombe dort hineinfallen und stellt den Topf ins Freie, zum Beispiel auf den Balkon. Wenn es regnet, quellen die Erdbomben auf, die Samen beginnen zu keimen und zu bunten Blütenpflanzen heranzuwachsen. (Falls es sehr trocken ist, könnt Ihr die Samenbomben auch mit Wasser angießen und ihnen eine kleine Starthilfe zum Keimen geben). Schon nach ein paar Wochen ist die Speisekammer, also die Blüten voller Pollen und Nektar für Insekten geöffnet.

Unser Vielfaltsmacher-Tipp:

  • Vielleicht könnt ihr auch in eurer Schule, eurem Gartenbauverein oder eurer Gemeinde nachfragen, ob es Flächen gibt, auf der Blütenpflanzen angesät werden können.
  • Falls ihr Tonpulver verwendet, ist dies im Künstlerbedarf oder im Baustoffhandel erhältlich.
  • Für Blumenerde nur torffreie Produkte verwenden und vorher sieben.
  • Die Samenmischungen darauf abstimmen, wo die Samenbomben zum Einsatz kommen sollen.
Samenbomben selbst gemacht