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Balkon

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Der Balkon summt

Vielfalt lässt sich auch auf kleinem Raum fördern. Jeder Quadratmeter zählt. Auch auf dem Balkon, denn Insekten zieht es dorthin, wo es blüht, besonders, wenn im Umfeld andere Gärten sind. Nur schade, wenn sie enttäuscht werden, weil Geranien und viele andere Balkonblumen kaum Nektar und Pollen anbieten. Doch es gibt viele attraktive Sommerblumen und Wildstauden, mit denen Sie Insekten anlocken können. Auch hier gilt wieder: Vielfalt gewinnt. Unterschiedliche Blütenformen und möglichst lange Blütenzeiten machen das Angebot erst richtig wertvoll.

Blumen und Kräuter

Vanilleblume, Löwenmäulchen, Schneeflockenblume, Fächerblume, Goldlack, ungefüllt blühende Dahlien oder Steinkraut sind klassische Balkonblumen mit Mehrwert. Sie blühen unermüdlich, viele davon duften wunderbar und Insekten holen sich dort ihre Ration an Pollen und Nektar ab. Wenn auch Sie am liebsten direkt vom Balkon ernten – bitte sehr: Kräuter eignen sich perfekt – sowohl für Ihre Küche als auch für die Insekten: Von Thymian, Salbei, Oregano, Ysop, Bohnenkraut, Weinraute und Lavendel haben alle etwas. Die Kräuter blühen und duften und sind wahre Insektenmagnete. Genauso lassen sich Tomaten, Erdbeeren, Paprika, Chili und viele andere Gemüsesorten leicht in Kübeln und Kästen ziehen.

Der wilde Balkon

In größere Töpfe können Sie im Frühjahr auch einjährige Wildblumenmischungen aussäen. Sie keimen schnell und werden schon nach wenigen Wochen zu einer bunten Blumenpracht. Für sonnige Anblicke sind – na klar –  Sonnenblumen super, die sich Sie ab Ende April in Töpfen säen können. Ihre Blüten sind eine einzige Einladung an Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Fliegen, sich an Pollen und Nektar zu bedienen. Und Sie selbst können sich im Herbst über häufigen Vogelbesuch freuen, der sich sehr gerne die Sonnenblumenkerne aus den Blütenständen pickt. Je nach Sorte wachsen Sonnenblumen ziemlich hoch, reservieren Sie ihnen deshalb ein relativ großes Gefäß, damit später die schweren Blütenköpfe auf den langen Stängeln nicht vornüberkippen.

Stauden – die Unkomplizierten mit Blühgarantie

Ganz unkompliziert im Blumentopf und ungemein attraktiv sind auch Stauden, also mehrjährige Pflanzen, wie Sonnenhut, Mädchenauge, Kokardenblume, Storchschnabel, Sonnenbraut, Gaura, Fetthenne und viele mehr. Sie und die meisten Kräuter sind genügsamer als die klassischen Balkonblumen und kommen mit weniger Dünger und weniger Wasser bestens zurecht. Pflanzen Sie Stauden aber immer in einen ordentlich großen Topf, damit sie sich gut entwickeln können. Dann werden Sie und die Insektenwelt den ganzen Sommer über Freude daran haben. Außerdem überstehen Stauden den Winter warm in ihre Töpfe eingepackt auch draußen.

Der Kästen mit Mehrfachnutzen

Kombinieren Sie in Ihrem Balkonkasten doch das Schöne mit dem Vielfaltsnutzen. Warum nicht mal Vanilleblumen mit Erdbeeren? Oder die genügsame Gaura mit anspruchslosem Oregano, Thymian oder Salbei? Wichtig ist, dass Sie nur Partner mit gleichen Vorlieben zusammenbringen. Also Nährstoffhungrige in den einen Kasten, Hungerkünstler in den anderen.

Keinen Blick für die Nachbarn

Pflanzen können so vieles! Sogar Privatsphäre schaffen. Wie wäre es deshalb mit Kletterpflanzen? Die blühen traumhaft schön, bieten Pollen und Nektar und sind gestalterisch oft das i-Tüpfelchen auf dem Balkon. Denn sie sorgen für vertikale Strukturen und damit gleichzeitig für einen Sichtschutz. Einjährige Pflanzen wachsen schnell nach oben. Bei Feuerbohnen sehen Sie tägliche Fortschritte und die Bohnen können Sie dann sogar in der Küche verwenden. Kapuzinerkresse wird zwar nicht ganz so hoch, die (essbaren) Blüten sehen aber toll aus. Genauso wie Duftwicken, Glockenreben und Prunkwinden. Auch mehrjährige Kletterpflanzen, wie Waldreben, Kletterrosen oder Geißblatt eignen sich gut für den Balkon und können gut eingepackt draußen in ihrem Kübel überwintern.

Viele kleine Blühinseln

Machen Sie Ihren Balkon zu einem Mosaikstein für die Vielfalt. Vögel und Insekten sind auf ein dichtes Netz an Nahrungsangeboten auf kurzen Wegen angewiesen. Auch wenn sie keine große Blumenwiese anbieten können, sind Balkons mit einem reichhaltigen Blühangebot dennoch unschätzbar wichtig dafür, das Vielfaltsnetz in Stadt und Land engmaschiger werden zu lassen. Übrigens: Insekten schaffen nicht jede Höhe. Wenn Sie im 10. Stock wohnen, werden Sie vermutlich wenig Insektenbesuch bekommen. Aber machen Sie Ihren Balkon trotzdem zu einem Blühparadies. Vielfalt tut schließlich auch dem Auge gut.

Unser Vielfaltsmacher-Tipp:

Greifen Sie für Ihre Balkonkästen und -kübel unbedingt zu torffreier Erde und betreiben Sie damit aktiven Moorschutz. Denn Torf gehört ins Moor, nicht auf den Balkon oder in den Garten.

Noch mehr Information finden Sie in unserer Broschüre: Gärtnerwissen Insektenfreundliche Pflanzen für Balkon und Terrasse

Auch in Töpfen auf dem Balkon wachsen Kräuter und Gemüse. Das freut auch Insketen.
Vielfalt auf dem Balkon