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VielfaltsMacher

Was anfliegt darf aufgehen…

…und dann schaut Marion Langer, was damit passiert. In ihrem Garten am Stadtrand im unterfränkischen Kitzingen bekommt jede Pflanze eine Chance, auch die, deren Samen dort ungefragt anfliegen. „Bei uns darf alles wachsen“, sagt sie, „denn den Einheitslook von Gärten mag ich nicht so gerne.“ Davon ist der naturnahe Hausgarten auch weit entfernt. Zwischen den Trockensteinmauern, die den steilen Hang gliedern, wächst eine bunte, fröhliche Vielfalt an Stauden und Sommerblumen. An der Hauswand im Schatten biegen Farne ihre Wedel grazil in den Weg, strecken Walderdbeere ihre Blätter aus und Efeu lässt seine langen Triebe wie einen dunkelgrünen Wasserfall über die Sitzmauern fließen. Bienenfreundlich offene Rosen gießen schäumende Blütenkaskaden in den sonnigen Hang und aus Kisten, Wannen und Töpfen blüht und duftet heraus, was in den Beeten keinen Platz mehr gefunden hat. In jeder Ritze hat irgendein Pflanzenspezialist seinen Lebensraum gefunden und sogar auf dem Abstellplatz für die Autos hat sich im Schotter ein Teppich aus Wollziest ausgebreitet. Eingerahmt ist diese ganze Gartenszenerie von großen Bäumen und Sträuchern – ein Blütenrausch im Frühling, ein Farbspektakel im Herbst und nicht zuletzt ein idealer Nistplatz für Vögel und ein reich gedeckter Tisch für Insekten. Vielfalt ist im Garten der Langers Programm.

Vielfalt braucht sanftes Eingreifen

Marion Langer hat eine große Liebe zu ihren Pflanzen, allerdings sieht sie auch, was passiert, wenn man sich nur schwer von solchen mit überschäumender Wuchsfreude trennen kann. Dann wird die Vielfalt bald weniger, weil einige Pflanzen zu dominant werden und andere plötzlich verschwinden. Schweren Herzens rückt sie dann den „Wucherern“ zu Leibe und füllt die Lücken gleich wieder mit neuen Pflanzenlieblingen. „Am Anfang war ich sehr unerfahren und hatte kein Konzept, aber mit den Jahren habe ich viel von den Pflanzen gelernt“, erzählt Marion Langer und streicht im Vorbeigehen immer wieder liebevoll über Blätter und Blüten, die sich ihr entgegenstrecken. Zum Beispiel, dass der richtige Standort für die Pflanze wichtig ist, weil sie sich sonst schnell verabschiedet. Doch auch da probiert sie immer wieder aus, wer sich in welcher Lücke noch wohlfühlen könnte. Deshalb ist der Garten ein buntes Neben- und Miteinander einer großen Vielfalt von Stauden, Sommerblumen, Kräutern und Gehölzen, das sich zu einem stimmigen Gesamtbild eines heißgeliebten Vielfaltsgartens fügt. Kein Wunder, dass sich hier nicht nur die Langers wohlfühlen.

Marion Langers Rosentipp:

Die ungefüllt blühende Bodendeckerrose ‚Royal Bassino‘ bietet ein rotes Blütenfeuerwerk lange bis in den Herbst hinein. Das macht auch die Bienen glücklich, denn damit ist das Pollenbuffet gefüllt, das ja zum Ende des Gartenjahres immer spärlicher wird.

 

Marion Langer
"Ich will keinen englischen Rasen, in meinem Garten darf alles wachsen, was sich dort wohlfühlt"