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VielfaltsMacher

Halbe-halbe mit den Insekten machen

„Was mache ich nur dem großen Gemüsegarten“ hat sich Reingard Gmelch aus Kirchehrenbach im oberfränkischen Landkreis Forchheim im Frühjahr 2019 gefragt. Am besten teilen – und zwar mit den Insekten, das war für sie die ideale Lösung. Denn einerseits wollte sie etwas für den Artenschutz tun, und andererseits war ihr der Ertrag aus 120 m2 Gemüsegarten einfach zu viel. „Also tue ich etwas für die Bienen und für mich selber“, war ihre Devise, denn die Blütenpracht, die sich in der „Insektenhälfte“ des Gartens eingestellt hat, war ihr den ganzen Sommer über eine große Freude. „Es hat immer etwas anderes geblüht, die Kornblumen waren sogar von Anfang bis zum Ende da“, freut sich Reingard Gmelch, die auch Vorsitzende der Gartenfreunde in Kirchehrenbach ist.

Weniger Aufwand als Gemüse

„Doch die Blühfläche hat nicht nur mir viel Freude gemacht, sondern auch den Bienen und Hummeln“, sagt sie. Dabei kam es ihr gelegen, dass die Fläche viel weniger Aufwand erfordert hat, als die Gemüsebeete. Zur Vorbereitung hat sie die abgeräumten Gemüsebeete glattgerecht. Die einjährigen Samenmischungen hat sie dann breitwürfig ausgebracht, mit der Schaufel etwas angedrückt und schließlich angegossen. Genauso wird sie das auch 2020 wieder machen und schauen, welche Blüten in diesem Jahr die Oberhand gewinnen. „Unkraut“ kennt Reingard Gmelch in diesem Teil des Gartens jetzt nicht mehr, Klatschmohn, Ringelblumen, Malven und Kornblumen haben das Regiment übernommen und bereichern mit vielen anderen auffälligen und weniger auffälligen Blütenpflanzen das Insektenbuffet in ihrem Garten. Und sie plant noch mehr: „In diesem Jahr werde ich statt Geranien auch die Blumenkästen auf meinem 16 Meter langen Balkon mit Blühmischungen bestücken“, sagt Reingard Gmelch. Auch dort wächst die Vielfalt Stück für Stück.

Reingard Gmelch
„Ich habe die Hälfte meines Gemüsegartens zur Blumenwiese gemacht“