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VielfaltsMacher

Klare Linien für die Vielfalt

Unser Garten im Norden von München ist noch ganz jung, aber schon im ersten Jahr seiner Anlage steht er in voller Blüte. Wir haben ihn in klaren Formen angelegt, er ist also kein wild blühendes Durcheinander, sondern hat auf 130 Quadratmetern ein durchkomponiertes und geradliniges Konzept. Trotzdem ist er innerhalb kurzer Zeit zu einem Vielfalts-Garten geworden, den sich Insekten und Vögel ganz von selbst erobert haben und der sich gut mit dem angrenzenden Wald vernetzt.

Schön für’s Auge – gut für die Vielfalt

Besonders das Staudenbeet war schon wenige Wochen nach der Pflanzung beliebt bei Schmetterlingen, Bienen, Wildbienen und allen möglichen Fliegenarten. Die Blüten von Bartfaden, Edeldistel, Gaura, Wiesenknopf, Wollziest oder Patagonisches Eisenkraut stehen hoch im Kurs. Dabei haben wir die Stauden, also die mehrjährigen Blütenpflanzen, in erster Linie nach gestalterischen Kriterien ausgewählt. Farbe, Höhenstaffelung und eine möglichst lange Blühdauer das ganze Jahr hindurch, das war uns bei der Planung wichtig. Auch haben wir Wildkrokusse in den Rasen und viele andere Zwiebelblumen in die Beete gesteckt, damit wir die Blütenfreude schon möglichst früh im Jahr genießen können. Gleichzeitig war das der Grundstein für eine abwechslungsreiche Pflanzenvielfalt – die spontane Folge war ein Riesenangebot für Insekten.

Gerecht teilen

Die Vielfalt ist uns auch im Gemüsebeet wichtig. Dort belegen wir die Beete mehrfach. Wo Platz frei wird, pflanzen oder säen wir deshalb Folgekulturen, also andere Gemüsearten oder Salate. Damit werden die Beete und die Nährstoffe im Boden optimal genutzt. Insekten gefällt es dort auch ganz gut, denn Tomaten, Gurken, Chili, Paprika und Zucchini sind ja Fruchtgemüse, die blühen. Auch die Kräuter tragen viel zur Blütenvielfalt bei. Der Dill hat sogar einen ganz besonderen Schmetterlings-Gast: die Raupen vom Schwalbenschwanz hegen eine große Vorliebe dafür und bedienen sich ziemlich ungeniert an den zarten Blättchen. Die bunt gemusterten Raupen sehen aber so faszinierend aus, dass wir es gerne in Kauf nehmen, ein paar Wochen lang unseren Dill mit ihnen zu teilen.
Die Vielfalt an Insekten und Vögeln hat sich mit einer sorgfältigen und abwechslungsreichen Pflanzenauswahl ganz von selbst eingestellt. Ein reiches und lang geöffnetes Blütenbuffet ist also die beste Einladung an die Artenvielfalt.

 

Rita Meixner und Lutz Popp
„Ein reiches und lang geöffnetes Blütenbuffet ist die beste Einladung an die Artenvielfalt“