Wir beraten und unterstützen Sie dabei, mehr Lebensräume für Pflanzen und Tiere im Garten zu schaffen. Stöbern Sie hier nach Gärtnerlust.
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VielfaltsMacher

Maximale Vielfalt auf kleinstem Raum

Ich bin Vielfaltsmacherin, weil mir unsere Natur am Herzen liegt und ich mehr dafür tun möchte, als nur darüber zu reden. Schon als Kind habe ich lieber im Garten als mit Playmobil gespielt und auch heute noch gehe ich lieber Geocachen und entdecke dabei die Natur und all ihre schönen Details auf eine ganz andere Art. Neben der Uni engagiere ich mich bei Foodsharing, lebe ein möglichst plastikfreies Leben und achte auf Nachhaltigkeit, wo immer es geht. Auf meinem Balkon versuche ich, eine möglichst große Pflanzenvielfalt zu fördern.

Nicht an den Karotten ziehen

Bei meinen Eltern im Garten hatte ich schon als kleines Kind ein eigenes Beet, in dem ich ansäen durfte, was ich wollte und ich habe es geliebt, nachzuschauen, ob die Karotten schon groß genug sind, um sie zu essen (waren sie natürlich nie. Und sie wachsen auch nicht weiter, nachdem man sie einmal aus der Erde gerissen hat, was ich nach einigen Versuchen auch feststellen durfte…). Heute weiß ich natürlich einiges mehr. Seit ich nicht mehr Zuhause wohne, habe ich zwar keinen eigenen Garten, aber dafür einen Balkon, auf dem ich ab dem Frühjahr allerlei Gemüse, Kräuter und auf den übrigen freien Plätzchen auch Blühpflanzen für die Bienen ziehe. Gleichzeitig ist die ganze Wohnung voller Zimmerpflanzen, von denen zwar die Bienen nichts haben, aber mich hat die Gärtnerleidenschaft so sehr gepackt, dass ich auch drinnen nicht auf all das Grün verzichten möchte. Immerhin sorgen die Pflanzen für eine gute Raumluft.

Gartenglück teilen

Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel Spaß macht, aus Ablegern neue große Pflanzen zu ziehen und mit ebenfalls vom Gärtnerfieber gepackten Freund*innen zu tauschen. Im Frühling beobachte ich begeistert, wie schnell allerlei Insekten, Fliegen und Vögel die Pflanzen auf dem Balkon entdecken. Diese kleinen Freunde scheinen eine besondere Leidenschaft für Salbeiblüten zu haben, die ich ihnen natürlich gerne überlasse. Aus den Blättern mache ich Tee, trockne sie und verwende sie zum Kochen. Meine Sonnenblumen habe ich im Herbst für die Meisen stehen lassen. Vom Fenster aus konnte ich ihnen dabei zusehen, wie sie sich um die Kerne gebalgt haben, das war besser, als jeder Film. Ich kann jedem nur empfehlen, genau hinzuschauen, Vielfalt bietet auch immer was zum Hingucken.

Vielfalt in Töpfen

Mein diesjähriges Projekt ist, Wildstauden in Töpfe zu pflanzen – mal sehen, ob sich da noch mehr Insekten für interessieren. Außerdem ist es mir wichtig, mehr Gemüse selbst zu ziehen. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch nachhaltiger und ich weiß, woher das Essen auf meinem Teller kommt. Ich liebe es, wenn es auf meinem Balkon summt und brummt, auch wenn mir klar ist, dass ich zwar nur eine sehr kleine Blühinsel schaffen kann, aber vielleicht ist die ja ein Beitrag dazu, ein bisschen mehr Vielfalt in die Umgebung zu bringen.

Carla Hauptmann
"Mich hat das Gärtnerfieber gepackt - auch ohne Garten"